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SQUEEZE: FRANK.

Es ist natürlich anerkennenswert, daß es eine Kapelle über den relativ langen Zeitraum von 6 Jahren geschafft hat, lockig-flockige Popmusik zu machen, in der Leichtigkeit mit einer gewissen Tiefe verbunden wurde. Umso schmerzlicher ist es, wenn man beobachten muß, wie sich nach über 10 Jahren die Schwerelosigkeit aus dem Werk entfernt und sich dafür eine Verbissenheit einstellt, mit der den Songs der alten Tage nachgeeifert wird, ohne daß sie wirklich jene hervorragende Qualität, wie sie „Tempted“ oder „Annie Get Your Gun“ hatten, erreichen. Daß „Frank“ trotzdem zu den schönsten Alben dieses Herbstes gehört, liegt zum einen am deprimierend niedrigen Niveau der zeitgenössischen Pop-Musik, zum anderen auch daran, daß es diese Briten einfach drauf haben, daß sie Boogie-Woogie-Nummern machen können, die nicht nostalgisch wirken („Dr. Jazz“), daß sie Jahre nach der Jazz-Pop-Welle sensibel-swingende Stücke aufnehmen, die ans Herz gehen, ohne allzu kitschig zu sein („Rose I Said“). Und daß sie sich bei aller bemühten Poppigkeit nicht scheuen, einen flotten Rock'n Roll aufzunehmen, den sie „Is It too late“, nennen. Ach, hätte die Frage keine Berechtigung, schauten wir dem nächsten „Squeeze“-Album nicht so beklommen entgegen.

(November 1989)


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