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QUEEN: THE MIRACLE

Queen haftete immer der Ruch des Unseriösen an. Sie haben immer so etwas wie Kolportage-Pop gemacht: Opern-Surrogate („Bohemian Rhapsody“) und Instant-Rock („Dragon Attack“). „The Miracle“ führt diese Tradition fort, es gibt die aufwendigen Vokal-Arrangements, die vorgetäuschte Härte und auch ein Tanz-Stück à la „Another One Bites The Dust“. Das Thema, das „The Miracle“ durchzieht, ist die Rückschau. Man singt von den tollen Partys, die man gefeiert hat, wie verrucht man war, daß man immer noch alles will, und zwar jetzt. Dazu gesellt sich die in dieser Zeit obligatorische Sorge um unsere Welt, die komischerweise aus dem Munde des dekadent-häßlichen Freddy Mercury so abwegig nicht klingt. Das elegisch-hymnische „Was It All Worth It“ beschließt das Album, die Jungs beantworten sich die Frage selbst, und wir müssen ihnen, trotz einiger Vorbehalte, zustimmen.

(August 1988)


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