Dieses Stück ist im Herbst 1999 für die Berlin-Beilage der ELLE entstanden: Ein Überblick über die Attraktionen, die Berliner Hotels ihren Nicht-Übernachtungsgäste bieten, Restaurants, Bars, Spas. Das Ganze erschien unter dem Titel „Genießen im Hotel“ in der Dezember-Nummer. Hier ist die (deutlich längere) erste Fassung:
FOOD & BEVERAGE Berliner Hotels – Professionelle Gastlichkeit nicht nur für Übernachtungsgäste
Berlins Hotelszene boomt. Die ganze Stadt boomt. Naja, nicht die ganze Stadt, aber zumindest die Zentren. Die Mitte sowieso. Rund um den Gendarmenmarkt, an der Straße Unter den Linden oder um den Hackeschen Markt wird auch zehn Jahre nach der Wende gerissen und gebaut, dass man sein eigenes Wort nicht versteht, was die dort ansässigen Kaufleute zunehmend beunruhigt. Fast wöchentlich ein neues In-Lokal, eine Kult-Bar, eine innovative Multimedia-Firma. Junge Leute, kreativ und kaufkräftig. Auch am Kurfürstendamm Bohrhammerlärm. Kräne, die in den Himmel ragen, Bauzäune. Und gegenüber dem Bahnhof Zoo soll 2002 das “Zoofenster” eröffnen: zwei 120 Meter hohe Häuser, in die unter anderem ein Hotel der “Raffles”-Gruppe einzieht: fünf Sterne und 300 Zimmer. Im Jahre 2003 werden den Gästen der Stadt 60.000 Betten zur Verfügung stehen, ein Viertel mehr als vor fünf Jahren.
Heute sind es etwas über 53.000 Betten – auch nicht schlecht –, die sich auf ungefähr 460 Beherbergungsbetriebe verteilen: Gästehäuser, Pensionen, Hotels. Von vier Zimmern in der “Pension am Lehniner Platz” (Tel. 030-323 51 00) am Kurfürstendamm bis zu 1.125 Zimmern im Neuköllner “Estrel Residence & Congress Hotel” (Tel. 030-683 10), zu Übernachtungspreisen von DM 25 im “Jugendhotel am Flußbad” (Tel. 030-65 88 00 94) in Köpenick bis DM 5.500 für die Kaisersuite im “Ritz-Carlton Schlosshotel Berlin” (Tel. 030-89 58 40) ist wirklich für jedes Budget und für jede Vorliebe etwas dabei.
Aber die Angebote der Hotels beschränken sich nicht auf frischgemachte Betten, wohlgefüllte Minibars und Fernseher mit Kabelanschluss in mehr oder weniger luxuriöser Umgebung. Und sie sind auch nicht alle den Übernachtungsgästen vorbehalten. Die meisten Hotels – zumal der gehobenen Kategorie – haben zum Beispiel Pool- und sonstige Körperertüchtigungsbereiche, die gerne auch von Externen benutzt werden können, sofern sie die meist vierstellige Gebühr für eine jährliche Pool-Membership zu zahlen bereit sind.
Die größte Attraktion der Hotels für anderweitig Wohnende liegt jedoch im Bereich F&B, Food & Beverage: es sind die Restaurants und Bars. Ein Hotel ist fast immer ein Ort, wo man ein vernünftiges Frühstück bekommt. Und am Wochenende Brunch, bei dem man sich zu einem Pauschalpreis mal so richtig satt essen kann. Hotelbars sind durch Film und Literatur geadelte mythische Orte – und: eine zuverlässige Möglichkeit, auch weit nach Mitternacht noch kultiviert zu zechen.
Die Krone auch der Hotel-Gastronomie sind die sterne- und kochmützenprämierten Gourmettempel, wo die Köche, die Popstars der Genuss-Gesellschaft, Legionen von Hilfsköchen scheuchen, um den Gästen größtmögliche Qualität und kreative kulinarische Innovationen zu bieten. Geld spielt keine Rolle. Fast. Obwohl man hier zu zweit leicht zwei Wochenlöhne einer Tarif-Friseurin verschlemmen kann, bewegen sich Gourmetrestaurants oft an der Grenze der Rentabilität. Oder darunter. Darum gehören überproportional viele Luxus-Restaurants zu Luxus-Hotels. Eine Image-Frage. Das Geld wird mit den Übernachtungen verdient, den Glanz spenden Michelin-Sterne, wovon dann wieder der Zimmerverkauf profitiert.
Hotelrestaurants befriedigen auch andere Bedürfnisse. Zum Beispiel nach Lokalkolorit. Die Berliner Eckkneipe verschwindet, in die Verbliebenen traut man sich als Fremder kaum rein. Restaurants mit regionaler Küche sind rar geworden – außer in Hotels. Hier will man dem Gast das echte Berlin bieten, nachempfunden zwar, aber solange Fleischbällchen Bouletten heißen und das Bier Molle genannt wird, sind alle zufrieden: japanische Touristen, amerikanische Geschäftsleute und nicht zuletzt die Berliner, die ihren Gästen auch mal was Anderes als Pizza und Döner bieten wollen.
Adlon Hotel Kempinski Berlin 337 Zimmer Unter den Linden 77, 10117 Berlin-Mitte Tel.: 226 1-0 Fax: 22 61-22 22 Die Glamour-Legende. Ein neues Haus am alten Platz, mit altem Namen, allerdings mit einem zusätzlichen Stockwerk, wodurch die Geschosshöhen die beabsichtigte Großzügigkeit etwas einschränken. Eine schöne Lobby, in der man sich nach einem Bummel Unter den Linden stilvoll erholen kann. Das Restaurant wird von Karlheinz Hauser mit international/asiatischer Ausrichtung bekocht, der dafür u.a. mit vier Varta-Sternchen ausgezeichnet wurde. Der Osietra-Kaviar kostet DM 2,50 pro Gramm, die in zwei Gängen servierte Hausspezialität “Adlon-Ente” kostet für zwei Personen DM 126. Zum Jahresende soll in der Bibliothek ein Gourmet-Restaurant eröffnet werden.
art‘otel Ermelerhaus Berlin 109 Zimmer Wallstraße 70–73, 10179 Berlin-Mitte Tel.: 240 62-0 Fax: 24 06 2-2 22 Der Stein gewordene Kontrast. Das neugebaute Hotel (Eingang Wallstraße) ist deutlich modern. Glas, Stahl & Parkett, mit zweckmäßigen Zimmern und Kunst von Georg Baselitz. Durch den Frühstücksraum im ehemaligen Innenhof ist der Neubau mit dem Restaurant Ermelerhaus (Eingang Märkisches Ufer 10) verbunden: ein Rausch in Rokoko in einem Patrizierhaus von 1567. Hier gibt es zum Beispiel Hummer auf Leipziger Allerlei für DM 26 oder getrüffelte Zanderwürstchen mit thailändischer Großgarnele auf Kaviarmousseline für DM 44. Knarzend vornehm, geadelt mit u.a. zwei Varta-Sternchen. Rustikaler dagegen die Raabe-Diele mit regional-deftiger Küche und einer kleinen Tabak-Lounge mit Miet-Humidoren.
Dorint Hotel Schweizerhof 384 Zimmer Budapester Straße 21, 10787 Berlin-Tiergarten Tel.: 269 6-0 Fax: 26 96-10 00 Das Sachliche. Das Restaurant XXenia verfügt über einen Räucherofen für den Wildlachs, der warm serviert wird (DM 29), und pflegt eine bodenständige regionale Küche. Daneben die total rustikale Bierstube Hopfen & Malz. Der Sport- und Fitness-Bereich ist als Einziges nach dem Neubau vom alten Schweizerhof übriggeblieben – mit einem 25-Meter-Becken die größte Hotel-Poolanlage Berlins. Pool-Membership: DM 2.400/Jahr.
Forum Hotel Berlin 1006 Zimmer Alexanderplatz, 10178 Berlin-Mitte Tel.: 238 9-0 Fax: 23 89-43 05 Das Höchste. Früher das erste Haus in Ostberlin (eröffnet 1970), hat das Forum heute noch etwas zu bieten, was es woanders nicht gibt, jedenfalls nicht so: Aussicht satt. Bar 37 und Restaurant 37 befinden sich in der 37. Etage, rund 120 Meter über dem Alexanderplatz. Da lässt sich verschmerzen, dass Herren Krawatte, aber keine Jeans tragen dürfen, um eingelassen zu werden, und die Barkarte trotzdem aussieht wie in einer Provinz-Disco. Die Karte im Restaurant wirkt eher unambitioniert (Menü DM 89, geöffnet Freitag und Sonnabend), aber der Blick über das Berliner Lichtermeer nach Westen und nach Norden ist schon für sich abendfüllend. Ebenfalls in der 37. Etage: das Casino Berlin.
Four Seasons Hotel Berlin 204 Zimmer Charlottenstraße 49, 10117 Berlin-Mitte Tel.: 203 3-8 Fax: 20 33-61 66 Das Luxuriöse. Das Understatement endet an der Schwelle des außen schlichten Neubaus. In der Lobby dominieren mehrfarbiger Marmor, prunkvolle Lüster und knöcheltiefe Teppiche. Im Restaurant Seasons kocht Fabrice Rossmann, der vielleicht bestaussehende Koch in der Stadt. Seine Arbeit ist u.a. vier Varta-Sternchen wert: modern-internationale Küche mit einem Akzent auf Fisch und vegetarischen Alternativen. Zum Beispiel Saiblingmedaillons mit Schwarzwälder Schinken und Trüffelspinat für DM 44 oder gratiniertes Mittelmeergemüse im Blätterteig mit Tomaten-Basilikumsauce für DM 26. Auch das Frühstück ist bemerkenswert. Kein Buffett, sondern servierte Etagèren, unter anderem mit dem Season’s Frühstück oder dem japanischen Frühstück (u.a. Miso Suppe, Onsen Ei und eingelegte Gemüse) für je DM 40.
Frauenhotel Artemesia 8 Zimmer Brandenburgische Straße 18, 10717 Berlin-Wilmersdorf Tel.: 873 89 05 Fax: 861 86 53 Das Männerfreie. In der 4. und 5. Etage eines Altberliner Mietshauses befindet sich seit über 10 Jahren das erste Frauenhotel Deutschlands. Hier sind die “Gästinnen” unter sich, was neben der zentralen Lage und dem guten Preis-Leistungsverhältnis besonders geschätzt wird. Beliebt auch bei Berlinerinnen ist das reichhaltige internationale Frühstücksbuffet am Wochenende, das bei gutem Wetter auch auf der schönen Dachterrasse eingenommen werden kann. Es kostet incl. Getränke solidarische DM 18. Eher für die “Gästinnen” gedacht, aber prinzipiell doch öffentlich, ist die sehr kleine Hotelbar. Empfehlenswert vor allem, weil sie eine der wenigen Bars in Berlin ist, in der allein oder zu zweit trinkende Damen sicher sein können, nicht von kontaktfreudigen Herren angesprochen zu werden.
Grand Hotel Esplanade 400 Zimmer Lützowufer 15, 10785 Berlin-Tiergarten Tel. 25 47 80 Fax: 265 11 71 Das Puristische. 1988 eröffnet, schnörkellos ausgestattet, mit modernen Klassikern möbliert, versehen mit damals zeitgenössischer Kunst: Junge Wilde, u. a. Lüpertz, Fetting, Hödicke. Im Restaurant Harlekin kocht der neue Küchenchef Marco Müller eine innovative, mediterrane Küche mit euroasiatischem Einfluss. Zum Beispiel: mit Tandori marinierter Kalbsrücken auf kantonesischem Gemüse und Sesam-Koriander-Vinaigrette für DM 56. Oder St. Pierre auf Olivenspaghettini mit einer Orangen-Fenchelbutter für DM 54. Das Harlekin trägt zur Zeit u.a. drei Varta-Sternchen und eine Kochmütze. Ebenfalls hochdekoriert ist Harry’s New-York Bar: Barchef Andreas Lanninger war u.a. 1997 der Gault-Millau-Barmann des Jahres.
Grand Hyatt Berlin 340 Zimmer Marlene-Dietrich-Platz 2, 10785 Berlin-Tiergarten Tel.: 25 53 12 34 Fax: 25 53 12 35 Das Edle. Auf dem ehemaligen Potsdamer Platz steht das (abgesehen von der Fassade) wohl schönste neuere Hotel der Stadt. Das Grand Hyatt atmet fernöstliche Ruhe und wirkt so erlesen, wie es seine Reize zurückhaltend präsentiert. Im Restaurant Vox (u.a. zwei Varta-Sternchen) wirkt Küchendirektor Josef Eder entsprechend: "Einfachheit ist die größte Herausforderung". Zum Beispiel: Entenbrust auf Kaiserschoten mit Pfirsich-Mandel-Jus für DM 38. Oder Cajun Lachs gebraten mit gebackenem Kürbis für DM 34. Zum Restaurant gehört die Vox Bar, in der bis Jahresende mit 200 Sorten die größte Whisk(e)y-Auswahl Deutschlands angeboten werden soll. Der Club Olympus Spa & Fitness ist nicht, wie in anderen Hotels, in den untersten Etagen untergebracht, sondern ganz oben. Körperliche Ertüchtigung mit einem tollen Berlin-Blick für DM 2.900 Jahresbeitrag.
Hotel Bleibtreu 60 Zimmer Bleibtreustraße 31, 10707 Berlin-Charlottenburg Tel.: 88 47 4-0 Fax: 88 47 4-4 44 Das Urbane. Wo andere Hotels versuchen, das Draußen draußen zu lassen, geht das Bleibtreu den umgekehrten Weg. Fast verschwindet das Hotel hinter seinem weitgeöffneten Auftritt in der feinen Ku’damm-Seitenstraße. Links das Deli 31, wo es Fastfood auf höchstem Niveau gibt, zum Beispiel den New York Chickenbagel für DM 11,50, rechts der auf Rosen spezialisierte Blumenladen und in der Mitte die Espressobar, die gleichzeitig als Eingang zum Hotel und zum Restaurant 31 dient. Gekocht wird vorwiegend mit Produkten aus kontrolliert-biologischem Anbau, mit regionalem und saisonalem Schwerpunkt, zum Beispiel Rehmedaillons aus der Schorfheide mit Steinpilzduxelles auf Traubensauce und Pistazienspätzle für DM 36 oder, von der Vollwert-Karte, Kohlrabi-Broccolipfanne in Haselnussrahm mit Gorgonzola überbacken für DM 18,50.
Hotel Brandenburger Hof, Relais & Châteaux 82 Zimmer Eislebener Straße 14, 10789 Berlin-Wilmersdorf Tel.: 21 40 5-0 Fax: 21 40 5-1 00 Das Gediegene. Weniger ein Hotel als eine City-Residenz, eingebaut in ein ku’dammnahes hundertjähriges wilhelminisches Stadtpalais, geschmackvoll ausgestattet mit Möbeln und Bildern der klassischen Moderne. Das Restaurant Quadriga hat lediglich 24 Plätze, aber u.a. drei Varta-Sternchen und eine Kochmütze. Küchenchef Wolfgang Nagler kocht klassisch französisch inspiriert, zum Beispiel Jacobsmuscheln und Hummerravioli in der Balsamico-Krustentiernage für DM 54 oder Wachtelbrüstchen mit Sommertrüffel im Kartoffelteig, gebratene Gänseleber und Wirsingroulade für DM 48.
Hotel Palace 282 Zimmer Im Europa-Center, 10789 Berlin-Charlottenburg Tel. 250 2-0 Fax: 25 02 11 61 Das Westberliner. Im Europa-Center, dem Konsum-Symbol der Mauerstadt aus den sechziger Jahren, befindet sich das Palace, das trotz zahlreicher Umbauten und Renovierungen immer noch ein bißchen den Geist dieser Zeit spüren lässt. Trotzdem – oder deswegen – ist hier das Restaurant First Floor, prämiert u.a. mit vier Varta-Sternchen und einer Kochmütze. Küchenchef Mathias Buchholz steht für eine kreative Aromenküche, zum Beispiel Pauillac Lamm mit Aromaten gebraten auf Bohnenmelange für DM 62. Ein First-Floor-Klassiker: “Beeftea”, eine Essenz vom Rind, sehr sehr lange eingekocht, geliert, kalt serviert mit Crème fraîche und Imperial-Kaviar, für DM 65.
Hotel Steigenberger Berlin 397 Zimmer Los-Angeles-Platz 1, 10789 Berlin-Charlottenburg Tel.: 212 7-0 Fax: 212 7-1 17 Das Zweckmäßige. Einen Steinwurf vom Kurfürstendamm, gehören zwei besternte Restaurants zum Steigenberger: Im Parkrestaurant (u.a. drei Varta-Sternchen) kocht Holger Nebel klassisch-kreativ, zu für Gourmet-Verhältnisse zivilen Preisen. Zum Beispiel überbackene Jakobsmuscheln mit Langostinos und Kartoffel-Kerbelpüree für DM 32 oder getrüffelter Hasenrücken im Brioche auf Rosenkohlblättern für DM 32. In der Berliner Stube (ein Varta-Sternchen) gibt es neben den bodenständigen regionalen Gerichten regelmäßig Spezialitätenbuffets zum Pauschalpreis. Im Dezember: an den Adventssonntagen Adventslunch für DM 49, freitags “Weihnachten satt” mit Weihnachtlichem von Gans bis Lebkuchen für DM 48.
The Ritz-Carlton Schlosshotel 54 Zimmer Brahmsstraße 10, 14193 Berlin-Wilmersdorf Tel. 89 58 4-0 Fax: 89 58 48 00 Das Lagerfeldeske. 1994 nach dreijähriger Umbau- und Rekonstruktionsarbeit unter der künstlerischen Leitung Karl Lagerfelds wiedereröffnet und 1999 von Ritz-Carlton übernommen, soll das Schlosshotel endgültig zum besten Hotel Deutschlands gemacht werden. Luxus total in einem Ambiente aus Wilhelminischen Historismus und Lagerfeldschem Prunk. Im Restaurant Vivaldi kocht Paul Urchs, Richtung deutsch-französisch, Schwerpunkt Aromenküche. Zum Beispiel die Bresse Taubenbrust auf Petersilienragout für DM 56 oder das Seeteufelmedaillon auf Beaujolaisspinat für DM 52. Mit u.a. fünf Varta-Sternchen eines der höchstbewerteten Restaurants der Stadt.
Royal Dorint Am Gendarmenmarkt 92 Zimmer Charlottenstraße 50-52, 10117 Berlin-Mitte Tel.: 26 55 35-91 Fax: 26 55 35-94 Das Gestylte. Untergebracht in einem jugendstilisiernden DDR-Plattenbau, der vollständig saniert und umgestaltet wurde, gibt es hier laut Direktorin Cornelia Kausch “das beste Frühstück der Stadt”: vom Croissant-Frühstück für freundliche DM 9,50 (incl. Kaffee) bis zum Atrium-Frühstück mit fast allem, was das Herz begehrt, für DM 38. Das Restaurant Aigner bietet feine regionale Küche und ist mit den Möbeln dem Café Aigner in Wien eingerichtet. Folglich ist die Küche auch österreichisch inspiriert, neben dem Havelzander auf lauwarmem Kartoffelsalat für DM 35 steht der klassische Tafelspitz für DM 39.
Savoy Hotel 125 Zimmer Fasanenstraße 9-10, 10623 Berlin-Charlottenburg Tel.: 31 10 3-0 Fax: 31 10 3-3 33 Der Rauchsalon. Ein traditionsreiches Haus, das in den letzten 70 Jahren die britische Gesandschaft (1945/46) und prominente Gäste von Thomas Mann bis David Byrne beherbergte und in dem bereits Winston Churchill und Maria Callas Zigarren rauchten. 1998 wurde in der Times Bar die Casa del Habano eröffnet, einer von weltweit 36 exklusiven Zigarrenläden mit kubanischer Lizenz, die bevorzugt mit echten Havannas beliefert werden. Neben etwa 140 Havanna-Sorten von Petit Cedros für DM 3 bis zur Montecristo A für DM 85 gehören Miet-Humidore und ein kleines Angebot an gediegenen Raucherutensiilien zur Casa. Aber die Times Bar ist mehr als nur ein Raucherparadies (auch, wenn einem Nichtraucher der Geruch etwas streng vorkommen mag): Eine intime Bar, eingerichtet wie ein kleiner britscher Club, mit getäfelten Wänden und Ledersesseln, in dem man tagsüber, bevor die Raucher kommen, sehr schön einige Stunden bei der Times-Lektüre verbummeln kann.
(Dezember 1999)
Zurück zu Miscellaneous |